Mittelschule Waging am See

Die wohnortnahe Alternative mit mittlerem Bildungsabschluss

Erste-Hilfe-Kurs der Klasse 10 M

Im November absolvierten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 M einen Erste-Hilfe-Kurs unter der Leitung von Herrn Robert Schnell vom Malteser Hilfsdienst. In den neun Unterrichtsstunden wurden viele wichtige Sofortmaßnahmen der Ersthilfe vermittelt. Der theoretische Teil der Ausbildung beinhaltete das korrekte Verhalten bei einer Unfallsituation und das richtige Absetzen eines Notrufes. Daneben erfuhren die Schülerinnen und Schüler viel Wissenswertes über die Symptome, die auf einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hinweisen. Welche Arten von Verletzungen es gibt, und wie diese Wunden fachgerecht versorgt werden, gehörte auch zum Programm.

Zudem durften die Teilnehmer eine "Hausaufgabe" erledigen und daheim im Familienauto nach Verbandskasten und Warndreieck suchen. Dieses sollte auch probeweise aufgebaut werden. 

Im praktischen Teil der Ausbildung wurden an einer Puppe neben Herzdruckmassage und Mund-Nase-Beatmung auch verschieden Verbandstechniken erprobt. 

Natürlich hoffen alle, nie in eine Notfallsituation zu geraten, aber es kann jeden treffen, und die ersten Minuten sind entscheidend! 

Der Kurs war eine sinnvolle Abwechslung zum Schulalltag.                                 (Text und Foto Susanne Scheller und 10 M)

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ABSCHLUSSFAHRT 2020 DER 9. & 10. KLASSEN 
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Da auch dieses Jahr wieder zwei Klassen der Mittelschule Waging am See aus der Schule entlassen werden, sollte dies nicht geschehen, ohne nochmals zusammen auf Reisen gegangen zu sein und gemeinsame Erlebnisse zu teilen, die als Erinnerung im Kopf bleiben werden. Aus diesem Grund ging es im März in Richtung Haupstadt. Am Montag Früh machten wir uns auf, die lange Busfahrt nach Berlin anzutreten – voller Erwartung und leicht nervös, ob dessen, was uns denn dort erwarten würde. Nach einer angenehmen und ohne Stau verlaufenden Busfahrt bezogen wir Quartier im All – In Hostel. Die erste Nacht verlief – wie alle anderen auch – sehr ruhig, auch wenn eine nächtliche „Gangwache“ der Lehrkräfte zunächst nötig erschien. Aufgrund der leise verlaufenden Nächte, konnten wir erholt in den nächsten Tag starten und Berlin zunächst von oben betrachten. Der Berliner Fernsehturm bot hierfür bei für Fernsicht brauchbarem Wetter einen guten Ausblick. Der Anblick beeindruckte unsere Schüler sehr, waren diese doch weite Wiesen, Seen und unberührte, ländliche Natur gewohnt. Was hier von oben betrachtet wurde, konnte nun vor Ort im Rahmen einer Stadtführung näher erkundet werden. In den weiteren Tagen besuchten wir viele Sehenswürdigkeiten, die insbesondere aufgrund der historischen Bedeutung äußerst interessant waren. Die Eastside – Gallery, Check Point Charly, Tränenpalast, Gefängnis Hochenschönhausen usw. waren hierbei wichtige Anlaufstellen, Geschichte am Ort des Geschehens erleben zu können.      Ein besonderes Highlight wartete am Donnerstag auf uns: Der Verein „Berliner Unterwelten e.V.“ führte uns durch den beeindruckenden Fichtebunker aus dem Zweiten Weltkrieg und klärte uns über dessen erstaunliche Geschichte seiner facettenreichen Nutzung auf. Wegen des aufflammenden Coronavirus galt es aus Gründen der Vernunft auf den Besuch der Großraumdisco zu verzichten. Ein Spaziergang um den Wannsee und ein Besuch in der Villa, in welcher die Wannseekonferenz stattgefunden hat, erschien hier sinnvoller. Am Freitag Morgen ging es zurück in die Heimat.   (Kiesel)

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Münchenfahrt

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Vom Dienstag, den 18.02.2020 bis Mittwoch, den 19.02.2020 folgten wir, die Klasse 10M einer Einladung der Hanns-Seidel-Stiftung nach München, welche einen Besuch der Ohel-Jakob-Synagoge, der Haci Bayram Moschee Pasing und einen Vortrag über Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit beinhaltete.

Am Dienstagmorgen trafen wir uns am Waginger Bahnhof und starteten von hier aus unsere Reise nach München. Begleitet wurden wir von Herrn Alfred Janzik, dem Regionalbeauftragten der Hanns-Seidel-Stiftung und unseren Lehrern Frau Geierstanger und Herrn Ramming. Dort angekommen, machten wir uns auf den Weg zur Ohel-Jakob-Synagoge. Zum jüdischen Gemeindezentrum gehört nicht nur die Synagoge, sondern auch ein Kindergarten, eine Schule, ein Kultur- und Jugendzentrum und vieles mehr. Nach einer ausführlichen Sicherheitskontrolle begrüßte uns der Rabbiner Steven Langnas und führte uns durch den Gang der Erinnerung, an dessen Wänden die Namen der 4500 während der Zeit des Nationalsozialismus ermordeten und deportierten Juden Münchens stehen, zur Synagoge. Bevor wir die Synagoge betraten, mussten die Männer und Jungen eine Kippa aufsetzen. In der Synagoge erklärte uns Herr Langnas vieles über das Judentum und dessen Alltag und beantwortete im Anschluss noch unserer Fragen zum Thema Judentum.

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Als die Führung vorbei war, fuhren wir zu unserer Unterkunft und bezogen die Zimmer. Nach einer kurzen Pause starteten wir zur Moschee Haci Bayram nach Pasing. An der Moschee empfing uns der Zuständige für interreligiösem Dialog, Herr Volkan Türlü, und wir bekamen zur Begrüßung in der Teestube einen Schwarztee serviert. Dann begann Herr Türlü mit seinem interessanten Vortrag über die Religion der Muslime, über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede mit dem Christentum. Als es Zeit für das Abendgebet wurde, erklärte er uns die rituelle Waschung vor dem Gebet und anschließend durften wir sogar bei dem Gebet dabei sein. Als das Gebet vorbei war, bedankten wir uns sehr herzlich und kehrten zu unserer Unterkunft zurück. Nach dem Essen verbrachten wir den Abend gemeinsam in der Jugendherberge.

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück fuhren wir zum Konferenzzentrum der Hanns-Seidel-Stiftung, wo uns Herr Janzik einen Vortrag zum Thema „Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit“ hielt. Nach dieser informativen Präsentation und einem leckeren Mittagessen machten wir uns auf den Nachhauseweg.

Alles in allem waren es zwei interessante und lehrreiche Tage, bei denen wir die Möglichkeit bekamen, andere Religionen hautnah kennenzulernen und wir erkannten, dass wir uns mit den aktuellen Themen Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und Rechtsextremismus auseinandersetzen müssen.

(Die Klasse 10M)

Gisela Sengl zu Besuch bei der Klasse 10M

 

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Am Freitag, den 24.01.2020 besuchten uns Gisela Sengl von Bündnis 90/Die Grünen und Silke Leonhard von der Südostbayerischen Rundschau im Rahmen des Zeitungspatenprojekts zu einer Fragestunde. Frau Sengl ist Mitglied des Bayerischen Landtags, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Landwirtschaft und Ernährung und unterstützt das Projekt der Südostbayerischen Rundschau. Aktuell kandidiert sie als Landrätin für den Landkreis Traunstein.

Zu Beginn ihres Besuches erklärte sie uns die Ziele ihrer Fraktion, welche auch mit ihren eigenen Zielen übereinstimmen. Gleich zu Anfang der Diskussion, bei der die Themen Umwelt, Klimaschutz, Plastikmüll und Landwirtschaft behandelt wurden, stellte sich schnell heraus, dass Frau Sengl ein sehr großes Engagement für diese Themen zeigt und auch bereit ist dafür einzustehen. Auch zum Thema „Fridays for Future“ öffnete sie sich sehr positiv gegenüber unserer Klasse. Zudem zeigte sie auch viel Verständnis für Menschen, die sich vielleicht noch nicht mit den Gedanken an z.B. Windrädern vor ihrer Haustüre anfreunden können, fügte dem aber auch hinzu, um den Klimawandel zu stoppen, müsse man auch bereit sein, Opfer zu bringen. Auf die von einer Schülerin gestellte Frage, ob Politiker manchmal nicht moralische Entscheidungen treffen, um keine Kritik einstecken zu müssen, antwortete sie kurz mit ja, betonte aber auch, dass man immer für seine eigene Meinung einstehen sollte. Im Laufe der Diskussion wurden noch weitere Themen wie regionale Produkte, erneuerbare Energien, Flüchtlinge, Wahlrecht für Jugendliche und das Bayerisches Schulsystem behandelt. Schnell stellte sich für uns Schüler heraus, dass wir ähnliche Meinungen vertreten und trotz unseres jungen Alters von ihr sehr ernst genommen wurden.

Beeindruckt waren wir von Frau Sengls offener und ehrliche Art, die es uns einfach machte, mit ihr ins Gespräch zu kommen. Außerdem freuten wir uns noch über ihr Lob, welches unserem Interesse an der Zukunft unserer Erde galt.

Wir haben uns sehr darüber gefreut, diese Möglichkeit bekommen zu haben, denn so konnten wir feststellen, wie Politiker wirklich zu diesen Themen stehen.

Fazit aus den zwei sehr informativen Stunden ist, dass es sehr wichtig ist, sich über Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu informieren und auch mit kleinen Dingen im alltäglichen Leben unsere Umwelt zu schützen.